Chrysokoll

Mineral

Der Chrysokoll ist ein Kupfermineral und gehört zur Mineralklasse der Silikate. Er entsteht in kupferhaltigem Gestein entweder durch Verwitterung oder durch Oxidation nach Wasserkontakt. Chrysokoll kristallisiert dem orthorhombischen Kristallsystem folgend. Sein Name leitet sich aus den griechischen Wörtern „chrysos“ (Gold) und „kolla“ (kleben) ab, weil er in der Antike geschmolzen als Leim für Edelmetalle verwendet wurde. Das Farbspiel reicht von blau über türkis und grünblau bis zu grünen Farbtönen mit hellen und dunklen Flecken, seltener braun bis schwarz. Die Strichfarbe ist weiß. Er ist undurchsichtig bis leicht durchscheinend mit einem glasartigen Fettglanz oder einer matten Oberfläche. Die wichtigsten Fundorte liegen in den USA, in Peru, Namibia, auf Elba und in Deutschland.

Geschichte

Bereits in der Antike war der Chrysokoll neben der Verwendung als Hilfsmittel für Goldschmiedearbeiten ein bekannter und beliebter Heil- und Schmuckstein. Bei den alten Ägyptern wurde er zur Linderung von Anspannung und Förderung von Ruhe und Ausgeglichenheit aufgelegt. Ein am Körper getragener Stein sollte dem Träger Gelassenheit, Harmonie und Herzlichkeit verleihen. Auch in der Neuzeit gehört er zu den wichtigsten Heilsteinen. Als Kupfermineral findet er auch Verwendung in der Industrie.

Heilwirkung

Der aufgelegte Stein wird wegen seiner fiebersenkenden, entspannenden und krampflösenden Eigenschaften bei Muskelkrämpfen, Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Er regt die Bauchspeicheldrüse an und reguliert den Blutzucker und Blutdruck. Bei Fieber, Entzündungen und leichten Verbrennungen wirkt er kühlend. Er stärkt die Muskulatur und ist hilfreich bei Rhema und Rückenschmerzen. Hilfreich ist er auch bei Atemwegserkrankungen, Allergien und Heuschnupfen.

Er lindert auch auf seelischer Ebene Verkrampfungen. beruhigt die Nerven, mildert Zorn und fördert klare Gedanken. Er erhöht die Lebenskraft und fördert Dynamik und Initiative.

Für die Heilwirkung ist unbedingt darauf zu achten, einen unbehandelten Stein zu verwenden. Durch Ätzen, Brennen, Färben und Rekonstruktion von Gesteinsmehl geht die Heilwirkung zum Teil oder ganz verloren. Fälschungen des Chrysokolls werden in erster Linie durch Färben anderer Mineralien hergestellt. Der Chrysokoll kann mit dunklem Türkis, Dioptas, Azurit-Malachit oder Malachit verwechselt werden. Polierte Trommelsteine dagegen stehen den Rohsteinen in der Heilwirkung in nichts nach.

Anwendungsformen

  • Scheibensteine zum Auflegen für Heilbehandlungen und Meditationen
  • Rohsteine als Taschensteine oder zur Dekoration
  • Trommelsteine als Handschmeichler
  • Schutzstein für magische Steinkreise
  • Chrysokollwasser wegen des Kupfergehalts nur zur äußerlichen Anwendung
  • Verarbeiteter Schmuck und Kunstgegenstände

Energetische Edelstein – Tipps

Der Chrysokoll wird in erster Linie dem Halschakra zugeordnet. Er hilft, das Halschakra zu öffnen, steigert die Intuition und fördert Toleranz und Geduld. Er hilft, in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und bessere Entscheidungen zu treffen. Er eignet sich auch zur Anwendung auf dem Herzchakra und dem dritten Auge.

Marion Fabijenna