{"id":934,"date":"2017-12-01T22:21:21","date_gmt":"2017-12-01T20:21:21","guid":{"rendered":"http:\/\/neue-zeit-magazin.de\/?p=934"},"modified":"2019-06-29T22:23:23","modified_gmt":"2019-06-29T20:23:23","slug":"thymian","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neue-zeit-magazin.de\/?p=934","title":{"rendered":"Thymian"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em><strong>Thymus vulgaris<\/strong><\/em><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Pflanze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Echter\nThymian\ngeh\u00f6rt\nzur Pflanzenfamilie der Lippenbl\u00fctler\nund\nist in der kultivierten Form mehrj\u00e4hrig. Die\nGattung der Thymiane geh\u00f6rt mit mehr als 200 Arten zu einer der\nartenreichsten Familie der Heil- und Gew\u00fcrzpflanzen. Der auch\nGartenthymian oder K\u00fcchenthymian genannte echte Thymian verstr\u00f6mt\neinen aromatischen Duft und ist die bekannteste Art in Mitteleuropa.\nDie\nkrautige\nPflanze\nw\u00e4chst als aufrechter\noder kriechender Halbstrauch und wird 10 bis 40 cm hoch. Die stark\nver\u00e4stelten Zweige sind vierkantig und verholzen mit zunehmendem\nAlter an der Basis. Die\nellipsenf\u00f6rmigen\nBl\u00e4tter\nsind\nunbehaart, haben eine grau-gr\u00fcne\nFarbe und bleiben\nmit 0,5 bis 4 cm L\u00e4nge relativ klein. Die\nBl\u00fctenbl\u00e4tter sind je nach Sorte blassrosa\nbis hellviolett. Echter\nThymian\n\nliebt\nsonnige\nStandorte und\neinen durchl\u00e4ssigen,\ntrockenen\nund eher n\u00e4hrstoffarmen Boden mit Anteilen\nvon Sand\noder Kies. Sehr gut gedeiht er auch auf Mauern oder in Gebirgslagen.\nEchter\nThymian\nist als ausgewachsene Pflanze zwar\nnur bedingt winterhart,\ntreibt\naber im\nFolgejahr zumeist\nwieder\naus. Nach\ndem Winter wird ein R\u00fcckschnitt bis in die verholzten Teile\nempfohlen. Die\nErde sollte nur\nm\u00e4\u00dfig feucht gehalten\nwerden, ansonsten ist die Pflanze relativ anspruchslos und\nkommt auch mit Trockenperioden gut zurecht. Die\nVermehrung geschieht \u00fcber\nSamen oder \u00fcber Stecklinge, die aus\nden jungen, nicht verholzten Trieben geschnitten\nwerden.\nThymian\nwird am besten vor oder nach der Bl\u00fcte geerntet, da die Bl\u00e4tter\nw\u00e4hrend der Bl\u00fchphase an Aroma verlieren. Thymian schmeckt je\nnach Sorte lieblich bis leicht s\u00fc\u00dflich und pikant-pfeffrig.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Geschichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Echter\nThymian\nstammt\naus dem Mittelmeerraum und ist seit der Antike als Heilmittel,\nK\u00fcchenkraut\nund zum R\u00e4uchern bekannt.\nIm\nantiken Griechenland wurde Thymian\nwegen\nseiner Husten l\u00f6senden Wirkung gesch\u00e4tzt. Im\nalten \u00c4gypten wurde\nThymian zusammen mit anderen Kr\u00e4utern zum Einbalsamieren der Toten\nverwendet. Benediktiner-M\u00f6nche\nbrachten\nihn nach Mitteleuropa, wo er in\nKlosterg\u00e4rten kultiviert wurde. Im\nMittelalter wurde Thymian als Heilpflanze gegen\nvielerlei Beschwerden sehr gesch\u00e4tzt. Hildegard von Bingen empfahl\nThymian als wirksames Mittel gegen Atemnot und Keuchhusten. Neben\nseiner appetitanregenden und verdauungsf\u00f6rdernden Wirkung wurde er\nauch gegen Warzen und zur Wundbehandlung eingesetzt. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhaltsstoffe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4therische \u00d6le, Thymol, Kampfer,\nCarvacrol, Zineol, Geraniol, Limonen, Linalool, Menthon, Terpene,\nBitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Cumarine, Harz, Saponin,\nSalicylate, Pentosane, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Zink<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wirkung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Echter\nThymian\nwirkt\nanregend,\nantibakteriell, antiviral\nund fungizid, beruhigend, blutstillend, desinfizierend,\nentz\u00fcndungshemmend, krampfl\u00f6send, schleiml\u00f6send, schmerzstillend,\nschwei\u00dftreibend und tonisierend. \u00c4u\u00dferlich\nangewendet heilt\nThymian schwer heilende und entz\u00fcndete Wunden. Der\nSud von Thymianbl\u00e4ttern\nwird als Sp\u00fcl- und Gurgelmittel bei kleinen Verletzungen und\nEntz\u00fcndungen von Haut und Schleimhaut, bei Zahnfleischentz\u00fcndungen\nund zur Bek\u00e4mpfung von Mundgeruch eingesetzt. Innerliche\nAnwendungsgebiete der Thymianbl\u00e4tter\nsind Sodbrennen, Magenbeschwerden,\nVerdauungsschw\u00e4che,\nBl\u00e4hungen\nund Durchfall.\nInsbesondere\nbei Erk\u00e4ltungskrankheiten und allen Erkrankungen der Atemwege ist\nThymian ein bekanntes und beliebtes Heilmittel.\nEr eignet sich auch zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden, \nunregelm\u00e4\u00dfigen Blutungen und Wechseljahresbeschwerden.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>Gegenanzeigen:\nBei Schwangeren (Wehen k\u00f6nnen ausgel\u00f6st oder verst\u00e4rkt werden) und\nbei Bluthochdruck sollte auf die Anwendung von Thymian\u00f6l verzichtet\nwerden. Thymian\u00f6l sollte nicht pur, sondern nur verd\u00fcnnt verwendet\nwerden (siehe auch \u00d6l:). Thymiantee sollte ebenfalls nur in\nMa\u00dfen getrunken werden. Die Verwendung als K\u00fcchenkraut und Gew\u00fcrz\nin kleinen Mengen ist unbedenklich. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anwendungsformen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Verwendet\nwerden\nhaupts\u00e4chlich die Bl\u00e4tter als Heilmittel oder K\u00fcchenzutat. Sowohl\ngetrocknet als auch frisch eignen sich Thymianbl\u00e4tter als Gew\u00fcrz\noder als K\u00fcchenkraut. In der mediterranen\nK\u00fcche\nwerden Thymianzweige mit Lorbeer und Salbei oder  Rosmarin zu einem\nStr\u00e4u\u00dfchen zusammengebunden beim Kochen als \u201ebouquet garni\u201c\nhinzugef\u00fcgt. Getrocknet\nist Thymian\nmehrere\nJahre haltbar, ohne nennenswert an Aroma zu verlieren.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heilrezepte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tee:<\/p>\n\n\n\n<p>2\nTeel\u00f6ffel getrocknete oder frische Thymianbl\u00e4tter mit 1 Tasse\nkochend hei\u00dfem Wasser \u00fcbergie\u00dfen und 8 &#8211; 10 Minuten ziehen lassen.\nDanach abseihen und schluckweise trinken oder bei Halsschmerzen damit\ngurgeln. Je nach Bedarf 2 &#8211; 3 Tassen t\u00e4glich \u00fcber einen Zeitraum\nvon 3 bis 4 Wochen trinken. Auf eine dauerhafte Anwendung sollte\nverzichtet werden. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Gurgel-\noder Sp\u00fcll\u00f6sung:<\/p>\n\n\n\n<p>Zubereitung\nsiehe unter Tee. Zum Gurgeln oder Sp\u00fclen abk\u00fchlen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6l:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4therisches\nThymian\u00f6l sollte nur \u00e4u\u00dferlich angewendet werden. Es eignet sich\nzur Massage bei Muskelschmerzen und Muskelverspannungen sowie bei\nErkrankungen des Bewegungsapparates wie Gelenkschmerzen, Arthose und\nArthritis. Einreibungen und Umschl\u00e4ge helfen bei schlecht heilenden\nWunden, Hautkrankheiten und Insektenstichen. F\u00fcr Einreibungen mischt\nman 100 ml Mandel-, Distel- oder Jojoba\u00f6l mit 20 Tropfen Thymian\u00f6l,\nbei Kindern 10 Tropfen auf 100 ml \u00d6l. 4 \u2013 6 Tropfen ins Wasser\neiner Duftlampe oder Verdampfungsschale desinfizieren die Raumluft\nund wirken lindernd bei Erk\u00e4ltungskrankheiten. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Vollbad:<\/p>\n\n\n\n<p>100\nGramm Thymianbl\u00e4tter mit 1 Liter kochendem Wasser \u00fcbergie\u00dfen, ca.\n20 Minuten ziehen lassen und den Sud ins Vollbad geben. Das Bad hat\neine positive Wirkung auf die Atemwege und hilft bei Glieder- und\nGelenkschmerzen. Bei Erk\u00e4ltungen ist es hilfreich, die aufsteigenden\nD\u00e4mpfe tief einzuatmen. Bei Stress und Depressionen wirkt ein\nabendliches Bad entspannend und beruhigend auf K\u00f6rper und Geist.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>____________________________________________________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heilkr\u00e4uter\nund Heilpflanzen erleben nach einer Art Dornr\u00f6schenschlaf derzeit\nein gro\u00dfartiges Comeback. Viele Menschen sind es leid, Medikamente\nmit zum Teil riskanten Nebenwirkungen einzunehmen und suchen nach\nnaturnahen Alternativen. Nat\u00fcrliche Heilmittel zeigen den Weg auf,\nVerantwortung f\u00fcr die eigene Gesundheit zu \u00fcbernehmen. \u201eAlle\nWiesen und Matten, alle Berge und H\u00fcgel sind Apotheken.\u201c\nPar<\/strong><strong>a<\/strong><strong>celsus\na. D. 1530<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>____________________________________________________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p><em>Marion\nFabijenna<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thymus vulgaris Pflanze Echter Thymian geh\u00f6rt zur Pflanzenfamilie der Lippenbl\u00fctler und ist in der kultivierten Form mehrj\u00e4hrig. 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