{"id":360,"date":"2018-10-01T10:20:38","date_gmt":"2018-10-01T08:20:38","guid":{"rendered":"http:\/\/neue-zeit-magazin.de\/?p=360"},"modified":"2019-06-18T10:45:17","modified_gmt":"2019-06-18T08:45:17","slug":"kartoffel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neue-zeit-magazin.de\/?p=360","title":{"rendered":"Kartoffel"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Solanum tuberosum<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Pflanze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nKartoffel ist\neine im Boden wachsende\nKnollenpflanze und\ngeh\u00f6rt\nzur\nPflanzenfamilie der\nNachtschattengew\u00e4chse.\nDa sie nicht winterhart\nist, wird sie in den gem\u00e4\u00dfigten Klimazonen einj\u00e4hrig kultiviert.\nAus der gepflanzten Mutterknolle wachsen aufrechte\nTriebe mit gefiederten, l\u00e4nglichen oder herzf\u00f6rmigen Bl\u00e4ttern aus.\nDie Mutterknolle bildet\nkleine Knollen, die danach selbst austreiben. W\u00e4hrend\nder Bl\u00fctezeit entwickeln sich Dolden mit wei\u00dfen, rosa,\nblauen oder violetten Bl\u00fcten\nund gelben Staubbeuteln. Das\nLaub der Pflanze\nerreicht je nach Sorte eine Wuchsh\u00f6he zwischen 20 und 50\n Zentimetern. Nach der\nBl\u00fctezeit entwickeln sich im Herbst Beerenfr\u00fcchte mit kleinen \nSamen.\nDie\nPflanze\nliebt\nsonnige Standorte mit\ntiefgr\u00fcndigen,\ndurchl\u00e4ssigen, sandig\nbis lehmigen und\nn\u00e4hrstoffreichen\nB\u00f6den. Auf\nausreichende Bew\u00e4sserung ist zu achten, jedoch vertr\u00e4gt die Pflanze\nkeine Staun\u00e4sse. Der Erntezeitpunkt ist optimal, wenn das Laub\nverwelkt ist. Geerntet werden ausschlie\u00dflich die unterirdisch\nwachsenden Knollen mit br\u00e4unlicher Farbe. An der Oberfl\u00e4che\ngewachsene gr\u00fcne Knollen enthalten das giftige Solanin und sind f\u00fcr\nden Verzehr nicht geeignet. Die\nFarbe der Schale variiert je nach Sorte zwischen wei\u00df, hellgelb und\ngelb, rosa, lila und hellblau bis braun. Form,\nGr\u00f6\u00dfe und Gewicht der Kartoffeln sind je nach Sorte\nunterschiedlich. Die\nFarbe des Fruchtfleischs ist zumeist hellgelb bis kr\u00e4ftig gelb, kann\naber auch je nach Sorte rosa bis violett sein. Wegen\nihres mild-aromatischen Geschmacks eignen sie sich hervorragend als\nBeilage.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Geschichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nurspr\u00fcngliche Wildform ist im Bergland der s\u00fcdamerikanischen Anden\nbeheimatet, wo sie als Grundnahrungsmittel der Ureinwohner galt. Von\nKolumbus entdeckt, gelangte die Kartoffel mit Seefahrern zun\u00e4chst\nauf die Kanaren und wurde von dort aus nach Europa verbreitet.\nAufgrund der auff\u00e4lligen Kartoffelbl\u00fcten wurde die Kartoffel\nzun\u00e4chst als Zierpflanze angebaut oder als Viehfutter genutzt. Den\nRuf als giftige Pflanze bekam sie, weil oberirdisch gewachsene gr\u00fcne\nKnollen Bauchschmerzen und leichte Vergiftungen hervorriefen. Erst im\n18. Jahrhundert setzte sich der Anbau von Kartoffeln als\nNahrungsmittel allm\u00e4hlich durch. Insbesondere in Kriegszeiten und\nw\u00e4hrend Hungersn\u00f6ten bekam die Kartoffel Bedeutung als\nGrundnahrungsmittel. Durch Z\u00fcchtungen gelang es, eine gro\u00dfe\nSortenvielfalt zu erzeugen. Heutzutage sind mehr als 2.000 Sorten\nweltweit registriert. \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhaltsstoffe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kalium,\nEisen, Magnesium, Phosphor, Zink, Kalzium, Vitamine B1, B2, B3\n(Niacin), B6, C, und E.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wirkung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nKartoffel hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, was sie zu einem\ngesunden Grundnahrungsmittel macht. Aufgrund des hohen Kaliumgehalts\nz\u00e4hlt die Kartoffel zu den Nahrungsmitteln mit basischer Wirkung.\nSie hilft, \u00fcbersch\u00fcssige S\u00e4ure im Magen, Blut und Urin zu\nneutralisieren und f\u00f6rdert den Ausscheidung von Giftstoffen. Auf\ndiese Weise werden die Nieren in ihrer Funktion unterst\u00fctzt. Der\nVerzehr von Kartoffeln ist\nwegen des niedrigen Fett- und Natriumgehalt auch\ngut geeignet bei Herz-\nund Kreislauferkrankungen.\nDie enthaltenen Mineralstoffe verbessern die Blutzirkulation\nund sch\u00fctzen vor Arteriosklerose. Der regelm\u00e4\u00dfige Verzehr wirkt\nsowohl krebsvorbeugend als auch krebshemmend. Gegarte Kartoffeln\ns\u00e4ttigen langanhaltend und sind sehr bek\u00f6mmlich. Insbesondere\nKartoffelp\u00fcree ist ein ideales Nahrungsmittel bei Magenbeschwerden\nwie \u00dcbers\u00e4uerung, Gastritis und Magengeschw\u00fcren. Nat\u00fcrlich\nenthaltene Beruhigungsmittel (Benzodiazepine) wirken entspannend auf\nden Verdauungstrakt.  \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zubereitung\nund Verwendung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wegen\ndes Solaningehalts sollten Kartoffeln am besten gegart verzehrt\nwerden. Kochen, D\u00e4mpfen, und Backen und fettarmes Braten sind\nschonende Garmethoden. Frittieren ist wegen der hohen Fettaufnahme\nweniger zu empfehlen. F\u00fcr Magenkranke wird der Verzehr ohne Schale\nempfohlen. Insbesondere Kartoffelp\u00fcree ist f\u00fcr Magenkranke sehr\ngeeignet. Zur Neutralisierung \u00fcbersch\u00fcssiger Magens\u00e4ure kann auch\nroher Kartoffelsaft eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorsicht:\ngr\u00fcne Stellen sind vor der Zubereitung zu entfernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tipp:\nweil Vitamin C durch Erhitzen schnell abgebaut wird, sollten\nKartoffeln mit milder Hitze schonend gegart werden und rasch verzehrt\nwerden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Marion\nFabijenna<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Solanum tuberosum Pflanze Die Kartoffel ist eine im Boden wachsende Knollenpflanze und geh\u00f6rt zur Pflanzenfamilie der Nachtschattengew\u00e4chse. 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